Marktinformation - Neuer Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes für Deutschland.

Mieter zahlen in Deutschland durchschnittlich 2,19 €/m ² im Monat für Betriebskosten Alle denkbaren Betriebskostenarten zusammen genommen können bis zu 3,26 €/m ² und Monat betragen Dies sind Ergebnisse aus dem neuen Betriebskostenspiegel, den der DMB kürzlich auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2013 vorgelegt hat.

Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung mussten bei Anfallen aller Kosten 3.129,60 € im Jahr 2013 nur an Betriebskosten aufgebracht werden. Regionale/lokale Unterschiede sind groß. Insbesondere bei den Betriebskostenpositionen Grundsteuer, Wasser/Abwasser oder Mübeseitigung ergäben sich regional bzw lokal teilweise erhebliche Preisunterschiede. Das gelte auch für Heizkosten und Warmwasser. Hier würden die Höhe der Kosten vor allem durch klimatische Einflüsse und starke Preisunterschiede, insbesondere bei Gas und Fernwärme bestimmt.

Heizung und Warmwasser 2013: Die Kosten für Heizung und Warmwasser seien auch im Abrechnungsjahr 2013 weiter angestiegen, jetzt auf monatlich 1,51 €/m ². Das sind für eine 80 Quadratmeter große Wohnung jährlich rund 1.450,- € Letztlich entfielen 69% der tatsächlich gezahlten Betriebskosten auf Heizung und Warmwasser. Der Anstieg der "warmen Betriebskosten" 2013 ist zum einen auf die kälteren Wintermonate insbesondere zu Beginn des Jahres und damit auf einen um rund 5% höheren Energieverbrauch zurückzuführen. Zum anderen wurden Gas und Fernwärme im Jahresdurchschnitt 1,3 bzw. 2,8% teurer. Der Preisrückgang beim Heizöl im Kalenderjahr 2013 schlägt sich dagegen noch nicht wie erwartet bei den Heizkosten nieder. Denkbar ist, dass viele Vermieter noch im letzten Quartal 2012 getankt haben bzw nachtanken mussten und dieses vergleichsweise teure Heizöl noch 2013 verbraucht wurde.

2014 dürfte aus Mietersicht ein gutes Abrechnungsjahr werden. Mieter können mit niedrigen Betriebskosten und damit sogar mit Rückzahlungen rechnen. Zwar sind 2014 in vielen Städten und Gemeinden die Grundsteuer zum Teil deutlich erhöht worden, aber die Kosten für Wasser und Abwasser sind um nur 0,7% gestiegen und die für die Müllbeseitigung sind sogar leicht gesunken. Entscheidend ist aber, die Heiz- und Warmwasserkosten fallen für das Kalenderjahr 2014 spürbar niedriger aus als 2013. Wegen der deutlich wärmeren Wintermonate 2014 ist der Heizenergieverbrauch um 20-25% gesunken. Das gilt auch für die Energiepreise. Der Gaspreis sank um 0,1%, der für Fernwärme um 1,3% und der für Öl um 7,8%. Auch wenn es lokal/regional unterschiedliche Preisentwicklungen geben kann, die Prognose für 2014 ist gut.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Mieterbunds (DMB) vom 17.08.2015

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