Pressemitteilung - Wuppertal scheitert am Mietspiegel

Die Stadtverwaltung ist offenbar nicht in der Lage, genügend Daten für einen neuen Mietpreisspiegel zusammenzutragen. Hermann Josef Richter, Vorsitzender von Haus und Grund Wuppertal und Umgebung in Barmen ist deshalb auf das Rathaus derzeit nicht sonderlich gut zu sprechen: "Es gibt keine qualifizierten Aussagen über die Entwicklung der Mieten in Wuppertal", sagt Richter.

Für Wohnraum-Eigentümer ist das misslich. Sie müssen sich bei der Vermietung am vorhandenen Mietspiegel orientieren. Wird der nicht regelmäßig angepasst, steigen zwar die Preise etwa für Sanierungsarbeiten und Handwerkerleistungen, die Mieteinnahmen aber stagnieren. In Wuppertal ist die Mietpreistabelle seit fünf Jahren nicht mehr qualifiziert aktualisiert worden. Seit 2012 gilt ein einfacher Mietspiegel. Solche Tabellen nutzen bei juristischen Auseinandersetzungen allerdings weder dem Vermieter noch dem Mieter.

Lediglich 2500 von 8100 Fragebögen kamen zurück

Die Stadtverwaltung verweist auf den Aufwand, den ein Mietspiegel mit sich bringt. In einem Arbeitskreis sei ein Fragebogen entwickelt und an 8100 ausgewählte Adressaten versandt worden. "Der Fragebogen war sehr komplex", sagt Martina Eckermann, Sprecherin des Rathauses. Das habe dazu geführt, dass von den 8100 verschickten Bögen lediglich 2500 zurückgeschickt worden seien. Die Auswertung durch die Stadt und durch Studenten der Bergischen Universität habe zu der Erkenntnis geführt, dass aus den Antworten kein plausibles Ergebnis herauszulesen war. 2016 soll es einen neuen Versuch geben.

Quelle: Remscheider General Anzeiger- 27.11.2015

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